Praxis Dr. Flux / Dr. Bolg
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Prophylaxe (Vorbeugung vor Karies und Parodontose)

Die unten aufgeführten Privatleistungen für die Prophylaxe stellen eine zahnärztliche Behandlung dar, die sich von der Reparatur von Zahnschäden zur vorbeugenden Therapie gewandelt hat, um die Zerstörung von Zahnsubstanz und Zahnbett zu verhindern. Nur so kann es gelingen, einen Schritt schneller zu sein als Karies und Parodontalerkrankungen und nicht immer nur mit Reparaturmaßnahmen hinterher zu hinken.

Die Prophylaxeleistungen dienen dazu, es erst gar nicht zur Zerstörung von Zahnsubstanz oder zu Zahnfleischproblemen kommen zu lassen, sondern dafür zu sorgen, dass die Ursache von Karies und Parodontalerkrankungen, die bakterielle Plaque (Beläge) wirksam bekämpft wird. Mit der Inanspruchnahme von Prophylaxeleistungen beugen Sie also den Zahn- und Zahnfleischerkrankungen vor und ersparen sich möglicherweise manche Behandlung, die kostenintensiv sein kann.


PROPHYLAXE-GESPRÄCH mit Mundhygieneunterweisung

Diese Leistung wird - völlig unverständlich - nur für Patienten, die zwischen 6 und 18 Jahren alt sind, bezahlt. Für Patienten unter 6 Jahren und über 17 Jahren wird diese - auch für diesen Patientenkreis wichtige - Prophylaxeleistung nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, sondern diese Maßnahmen müssen selbst bezahlt werden. Das Prophylaxe-Gespräch ist unabdingbare Voraussetzung für eine Parodontalbehandlung.

Das Prophylaxe-Gespräch wird von einer erfahrenen Prophylaxehelferin geführt, dauert etwa 30 Minuten und beinhaltet:

  • Informationen über Kariesentstehung
  • Bedeutung der Zahnbeläge (Plaque)
  • Aufzeigen von gefährdeten Gebissbereichen
  • Information über Hilfsmittel zur Zahnpflege (Zahnbürste, Zahnseide, usw.)
  • Befundbezogene Aufklärung
  • Anfärben von Zahnbelägen
  • Erstellen eines Mundhygienestatus anhand zweier Indices
  • Demonstration der individuellen Plaquelokalisation
  • Ansprechen der individuellen Plaque-Problemzonen
  • Tipps zur Beseitigung der angefärbten Beläge, Zahnputztechnik
  • Demonstration von Zahnseide bzw. sonstiger Hilfsmittel (super floss usw.)
  • Hinweise auf sonstige Problemzonen, z.B. freiliegende, empfindl. Zahnhälse
  • Information zur Prophylaxe mit Fluoridpräparaten
  • Information zur Plaque-Prophylaxe mit Mundspüllösungen
  • Prophylaxe


    MUNDHYGIENESTATUS mit Remotivation

    Der Mundhygienestatus zeigt den Hygienezustand des Gebisses auf und dient zusammen mit dem Anfärben der Beläge zur Demonstration von Zahnbelägen. Die Erhebung eines Mundhygienestatus wird nur bei Patienten zwischen 6 und 17 Jahren von den Krankenkassen bezahlt. Mit dem Mundhygienestatus kann der Effekt der verbesserten Zahnpflege zahlenmäßig belegt werden; er dient zur Motivation.

    Um den Erfolg Ihrer (und unserer) Bemühungen um eine effektivere Zahnpflege zu bestätigen, färbt eine unserer fortgebildeten Prophylaxehelferinnen die Zähne an und vergleicht den ermittelten Wert des Mundhygienestatus mit dem Wert der ersten Sitzung. Diese Leistung umfasst:

  • Anfärben von Zahnbelägen
  • Erhebung eines Mundhygienestatus anhand zweier Indices
  • Vergleich mit früheren Werten, Besprechung der Unterschiede
  • Demonstration noch vorhandener Plaque, Aufzeigen von Hygienedefiziten
  • Erneute Motivation und Tipps zur weiteren Verbesserung der Zahnpflege
  • Mundhygiene


    PROFESSIONELLE ZAHNREINIGUNG durch Prophylaxehelferin

    Zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen können nur die oberflächlichen harten Zahnbeläge entfernt werden. Die professionelle Zahnreinigung durch eine unserer, nach der Fortbildungsordnung der Zahnärztekammer speziell dafür ausgebildeten Prophylaxehelferinnen (Entfernung von harten und weichen Belägen, Beseitigung von Verfärbungen) kann nur auf privater Basis erfolgen.

    Die professionelle Zahnreinigung bedeutet eine ganz intensive Zahnpflege durch:

  • Entfernung harter Zahnbeläge oberhalb des Zahnfleischsaumes (Kassenleistung)
  • Entfernung harter Zahnbeläge unter dem Zahnfleischsaum, sofern gut erreichbar
  • Politur der vom Zahnstein befreiten Zahnoberflächen
  • Gründliche Entfernung weicher Zahnbeläge (Plaque) zur Vorbeugung
  • Evtl. Beseitigung von kosmetisch störenden Verfärbungen (Tee, Kaffee, Nikotin)
  • Zahnreinigung


    PROFESSIONELLE ZAHNREINIGUNG durch Dentalhygienikerin/Zahnarzt

    Bei manchen Patienten sind auch nach der Parodontalbehandlung noch tiefe Zahnfleischtaschen vorhanden, die der Reinigung sehr schwer zugänglich sind. Um eine erneute Infektion und die Ansammlung von Ablagerungen in diesen Taschen zu vermeiden, ist auch dort eine regelmäßige Reinigung ("Scalen") notwendig, die jedoch Privatleistung ist.

    Die professionelle Zahnreinigung der tiefen Zahnfleischtaschen wird von einer Dentalhygienikerin oder vom Zahnarzt durchgeführt. Sie kann mit Hand- oder Ultraschallinstrumenten erfolgen und ist in etwa dreimonatigen Abständen zu empfehlen. Im Einzelfall kann eine Betäubung erforderlich sein. Anschließend ist die professionelle Zahnreinigung der übrigen Zahnflächen und eine Lokaltherapie zu empfehlen.

    Zahnreinigung


    LOKALTHERAPIE mit antimikrobiell wirkendem Chlorhexidin-Lack

    Die Kosten dieser Lokaltherapie werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen; auch Beihilfestellen oder private Krankenversicherungen lehnen meist die Erstattung ab, so dass die Honorar- und Materialkosten vom Patienten selbst zu tragen sind. Durch das schmerzlose Auftragen eines gegen Bakterien wirkenden und somit desinfizierenden Lackes nach der professionellen Zahnreinigung wird die Neubildung von Zahnbelag effektiv gehemmt und damit eine wirkungsvolle Vorbeugung vor Karies und Parodontalerkrankungen durchgeführt. Der Effekt hält etwa drei Monate an; eine regelmäßige Anwendung in vierteljährlichen Abständen ist zu empfehlen.

    Lokaltherapie mit Chlorhexidin-Lack


    PROPHYLAXE-SCHIENE für die Zähne als Medikamententräger

    Die Anfertigung einer Medikamententräger-Schiene wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht über- nommen. Zur Intensiv-Prophylaxe ist eine Prophylaxe-Schiene besonders gut geeignet. Vom Zahntechniker wird eine dünne Schiene aus Kunststoff (ähnlich einem Boxerschutz oder einer sog. "Knirscherschiene") hergestellt, die alle Zähne umfasst. In diese Schiene kann der Patient selbstständig zu Hause Medikamente einfüllen und sie über die Zähne stülpen. So können diese Medikamente intensiv auf die Zähne einwirken.

    Anwendung mit:

  • Fluoridgelee zur Zahnschmelzhärtung (Kariesprophylaxe)
  • Chlorhexidin-Gel zur Desinfektion und Verringerung der krankmachenden Karieskeime (Karies- und Parodontalprophylaxe)
  • Bleichmittel zur Aufhellung der Zahnfarbe
  • Prophylaxeschiene


    ENTFERNUNG VON ZAHNVERFÄRBUNGEN

    Bei Patienten mit Parodontalerkrankungen sind gelegentlich Zahnverfärbungen festzustellen. Durch Farb- stoffe in Tee, Kaffee, Zigaretten bekommen die Zähne einen kosmetisch störenden dunkelbraunen Belag. Die Entfernung dieser Verfärbungen wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen; sie ist medizinisch nicht notwendig und somit eine "Verlangensleistung", die oftmals auch von privaten Krankenversicherungen nicht bezahlt wird.

    Die Verfärbungen werden von unseren Prophylaxehelferinnen besonders schonend mit einer Reinigungsbürste und Prophylaxe- paste oder bei stärkeren, hartnäckigen Verfärbungen mit einem Pulverstrahlgerät entfernt. Ein Luft-Wasser-Pulver-Gemisch befreit dabei die Zähne von den unschönen Verfärbungen selbst in den engsten Zahnzwischenräumen. Bei überempfindlichen Zähnen kann in seltenen Fällen eine Betäubung erforderlich sein.

    Anwendung bei Verfärbungen durch:

  • Nikotin
  • Kaffee
  • Schwarzer / Grüner Tee, Kräutertee
  • Medikamente

  • Vor der
    Behandlung

    Nach der
    Behandlung


    FLUORIDIERUNG DER ZÄHNE

    Diese Leistung kann für Patienten zwischen 6 und 17 Jahren über den Krankenschein abgerechnet werden; Patienten außerhalb dieser Altersgruppe müssen für die Kosten der Fluoridierung selbst aufkommen.
    Bei der lokalen Fluoridierung wird der Zahnschmelz gehärtet, indem ein Fluoridlack auf die Zähne aufgestrichen wird. Dies hat einen nachhaltigen Effekt auf die Säure- löslichkeit des Zahnschmelzes, so dass die Kariesanfälligkeit vermindert wird.

    Fluoridierung


    VERSIEGELUNG DER ZÄHNE

    Die Versiegelung der Mahlzähne (Zähne 6,7) ist für Patienten, die zwischen 6 und 17 Jahre alt sind, Kassenleistung und kann über den Krankenschein abgerechnet werden. Patienten unter 6 Jahren oder ab 17 Jahren müssen die Kosten der Versiegelung selbst tragen. Die Versiegelung der Backenzähne (Zähne 4 und 5) oder von anderen Zähnen ist keine Kassenleistung und kann nur erfolgen, wenn der Patient bereit ist, die Kosten zu übernehmen.

    Die Fissuren (Rillen auf den Kauflächen) der Zähne sind in vielen Fällen wegen ihrer ungünstigen Form und der deshalb nahezu unmöglichen optimalen Reinigung kariesgefährdet. Daher ist oftmals bei kariesfreien Fissuren eine Versiegelung sinnvoll. Mit einem speziellen Verfahren werden die spitz und eng zulaufenden Fissuren mit Kunststoff ausgegossen und versiegelt, so dass die Kariesgefahr deutlich verringert ist. Die Versiegelung ist völlig schmerzfrei und wird von einer fortgebildeten Prophylaxehelferin durchgeführt.


    Vor der Behandlung

    Nach der Behandlung


    ERWEITERTE FISSURENVERSIEGELUNG

    Die erweiterte Fissurenversiegelung ist keine Kassenleistung und kann nur auf privater Basis erfolgen.
    Die erweiterte Fissurenversiegelung wird dann vorgenommen, wenn die Fissur (Rille auf der Kaufläche) des Zahnes schon geringfügige kariöse Veränderungen oder Verfärbungen aufweist, eine Füllung aber noch nicht notwendig ist. Um ganz sicher zu sein, dass mit der Versiegelung nicht schon vorhandene Karies eingeschlossen wird, wird die Zahnfissur mit einem ganz feinen Bohrer geöffnet, gesäubert und anschließend versiegelt. Dieses Verfahren ist besonders zahnsubstanz-schonend, da eine größere Füllung vermieden wird.


    ERNÄHRUNGSBERATUNG mit Ernährungstagebuch

    Eine kurze Ernährungsberatung ist bei Patienten, die zwischen 6 und 17 Jahren alt sind, im Individual- prophylaxeprogramm der gesetzlichen Krankenkassen enthalten. Für alle übrigen Patienten kann die Ernährungsberatung nur auf privater Basis erfolgen.
    Zur Kariesprophylaxe gehört auch die Überprüfung der Ernährungsgewohnheiten. Erst wenn man sich über alle zu sich genommenen Nahrungsmittel im klaren ist, kann man Einfluss auf das Kariesrisiko nehmen. Die kariesfördernden Speisen und Getränke müssen erkannt und vermieden werden, um die Erkrankungs- wahrscheinlichkeit zu verringern. Dazu ist das Führen eines Ernährungstagebuchs und dessen Auswertung sehr hilfreich.


    SPEICHELTEST zur Bestimmung des individuellen Kariesrisikos

    Speicheltests werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt.
    Karies ist eine Infektionskrankheit - das ist eine Aussage, die durch wissenschaftliche Untersuchungen der letzten Jahre immer wieder belegt wird. Das Risiko, an Karies zu erkranken, hängt entscheidend von der Besiedlung der Mundhöhle mit pathogenen (krankmachenden) Mikro- organismen ab. Mit Hilfe von bakteriologischen Speicheltests kann das individuelle Kariesrisiko exakter beurteilt werden. Die Anzahl der karies- verursachenden Keime Streptokokkus mutans und Laktobazillus wird durch eine Untersuchung des Speichels festgestellt. Außerdem wird die Menge und der pH-Wert des Speichels bestimmt. Besonders interessant ist die Möglichkeit, für werdende Mütter und Babys eine Aussage über das Kariesinfektionsrisiko durch Übertragung von den Eltern treffen zu können.

    Der Speicheltest untersucht:

  • die Speichelsekretionsrate
  • die Pufferkapazität des Speichels
  • die Streptokokkus mutans - Besiedlung
  • die Laktobazillen - Besiedlung



  • BERATUNG DER WERDENDEN MUTTER

    Unsere Schwangerenberatung ist eine Privatleistung und wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Eine Kostenübernahme durch Beihilfe oder private Krankenversicherungen ist nicht gesichert.
    Besonders bei Müttern / Vätern mit überdurchschnittlichem Kariesbefall und vielen Füllungen ist eine umfangreiche Aufklärung über die Kariesrisikoabschätzung wichtig, damit die Zähne des Kindes nicht das gleiche Schicksal erleiden wie die der Eltern. Es ist erwiesen, dass die Karies verursachenden Keime von den Eltern auf das Baby und Kleinkind übertragen werden. Doch Sie können etwas dagegen tun! Das Ziel der Schwangerenberatung ist der Erhalt bzw. die Verbesserung der Mundgesundheit der Mutter trotz der schwangerschaftsbedingt erschwerten Voraussetzungen sowie die Schaffung bestmöglicher Grundlagen für eine dauerhafte Mundgesundheit des Kindes.

    Die Beratung umfasst:

  • Familiendiagnostik Eltern/Geschwister/Kinder
  • allgemeine/spezielle Diagnostik
  • Überprüfung des Ernährungsverhaltens
  • Überprüfung des individuellen Mundhygieneverhaltens
  • Mundhygienestatus mit Anfärben der Zahnbeläge, Kariesrisikobestimmung
  • Aufklärung über Zusammenhang zwischen Mundgesundheit von Mutter und Kind
  • Aufklärung über Befund und Diagnose, Therapiemöglichkeiten
  • Darstellung der Prophylaxemöglichkeiten zu Hause und in unserer Praxis


  • Hinweis auf empfehlenswerte Prophylaxemaßnahmen wie z.B.:
  • Mundhygieneunterweisung, Prophylaxegespräch
  • Remotivation
  • regelmäßige professionelle Zahnreinigung
  • Verringerung der Karieskeime durch Auftragen eines keimhemmenden Lacks
  • Zahnsanierung, Füllungstherapie (meist nach der Niederkunft)
  • Herstellung hygienefähiger Verhältnisse in der Mundhöhle



  • TASCHENBEHANDLUNG mit desinfizierendem Chlorhexidin-Chip

    Nach einer Parodontalbehandlung können tiefe Resttaschen bestehen bleiben, bei denen die Gefahr einer Reinfektion und Entzündung besteht. In diesen Fällen kann die Behandlung mittels eines desinfizierenden Chips erfolgversprechend sein.

    Bei dieser Spezialbehandlung für tiefere Zahnfleischtaschen wird meist ohne örtliche Betäubung

  • die Wurzeloberfläche gesäubert
  • ein Chip (Gelatine-Trägerfolie), der mit desinfizierendem Chlorhexidin beschichtet ist, in die Zahnfleischtasche gelegt.
  • Der Chip löst sich nach ca. 10 Tagen auf.
  • Eine Wiederholung der Behandlung kann alle ca. 3 Monaten empfehlenswert sein.


  • Der Vorteil dieser Behandlung ist, dass die Wirkung des Desinfiziens in der Zahnfleischtasche um ein Vielfaches höher ist als wenn das Mittel mit einer Spülung verabreicht wird. Eine Knochenbildung in der Zahnfleischtasche konnte sogar in einigen Fällen nachgewiesen werden.


    PARODONTITIS-TEST: Untersuchung auf spezifische Bakterien

    Bakterien, die eine Parodontitis (Zahnbettentzündung) verursachen, können mittels einer bakteriologischen Untersuchung nachgewiesen werden. Dies dient einerseits dazu, das Risiko einer Parodontalerkrankung abzuschätzen und entsprechende Vorsorgemaßnahmen zu treffen, andererseits dazu, gezielt spezifische Medikamente zur unterstützenden Behandlung herauszufinden.

    Der an einer deutschen Hochschule entwickelte Parodontitis-Test ist völlig schmerzlos.
    Nach Reinigung der Zahnoberfläche wird bei einem oder mehreren Zähnen eine Papierspitze in die Zahnfleischtasche eingeführt. Die Papierspitze nimmt in der Zahnfleischtasche Flüssigkeit und Bakterien auf und wird in einem Probengefäß zur Untersuchung geschickt.
    Nach etwa einer Woche liegt das Ergebnis vor, nämlich ob, mit welchen und mit wie vielen Keimen die Zahnfleischtasche infiziert ist. Individuelle Therapievorschläge und Empfehlungen für eine Antibiotikum-Therapie vervollständigen das Testergebnis.


    PROPHYLAXETIPPS

    Wir empfehlen zur Vorbeugung vor Karies und Zahnfleischerkrankungen:

  • Zähneputzen: 3x täglich nach dem Essen, 2 Minuten lang
  • Zahnbürste: mittelhart, Kunststoffborsten mit abgerundeten Borsten (z.B. von Oral B), elektrische Zahnbürste "Plak control" von Braun
  • Zahnpasta: fluoridhaltig, nicht zu abrasiv(z.B. elmex)
  • Zahnseide und Zahnseidehalter: zur Reinigung der Zahnzwischenräume mindestens 2x pro Woche
  • Zahnseide "super floss": zur Reinigung unter Brücken oder zwischen verblockten Kronen
  • Fluoridgelée: 1x wöchentlich zur Zahnschmelzhärtung ab 6 Jahren
  • Fluoridtabletten : bei Kindern bis zu ca. 13 Jahren zur Härtung des Zahnschmelzes
  • Süßigkeiten: möglichst selten; Süßigkeiten mit Zuckeraustauschstoffen bevorzugen
  • Zahnarztbesuch: halbjährlich zur Kontrolluntersuchung



  • Zahnersatz

    Gesetzlich Versicherte haben Anspruch auf eine ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Zahnersatzversorgung. Ihre Krankenkasse gibt zu Ihrem Zahnersatz einen sog. Festzuschuss auf der Grundlage einer "Kassenleistung". An den Kosten mancher modernen zahnmedizinischen Behandlungen beteiligen sich die Krankenkassen nicht, so dass Sie leider nicht erwarten können, die bestmögliche Zahnersatzversorgung in vollem Umfang bezuschusst zu bekommen.
    Seit der Einführung der Festzuschüsse im Jahr 2005 bekommen Sie von Ihrer Krankenkasse aber in jedem Fall einen Zuschuss ist festgelegter Höhe - ganz egal, ob Sie sich für einen Zahnersatz nach Vorstellung der Krankenkasse oder nach Vorstellung der modernen Zahnheilkunde entscheiden.
    Wir werden Sie sehr ausführlich über die verschiedenen Alternativen und qualitätsverbessernden Maßnahmen bei der Anfertigung Ihres Zahnersatzes informieren, damit Sie sich nicht mit dem "Kassengestell" zufrieden geben müssen, sondern sich für den optimalen Zahnersatz entscheiden können.
    Vor der Behandlung erhalten Sie einen Heil- und Kostenplan, den Sie bei der Krankenkasse vorlegen sollten, um den festzuschuss Ihrer Krankenkasse zu erfahren und berechnen zu können, welcher Eigenanteil für Sie bei der gewählten Versorgung übrig bleibt. Nach der Behandlung bekommen Sie eine Rechnung über Ihren verbleibenden Eigenanteil.


    QUALITÄTSMERKMALE FÜR ZAHNERSATZ

    Bei Ihnen ist möglicherweise die Anfertigung von Zahnersatz (Krone, Brücke, Prothese) erforderlich oder Sie haben sich für hochwertiges Füllungsmaterial (Gold- oder Keramik-Inlays) entschieden.
    Wir bemühen uns intensiv, Sie so gut zu versorgen und zu behandeln, wie wir uns selber behandeln würden. Diese Meßlatte hängt recht hoch und stellt große Ansprüche an die Qualität unserer Arbeit und die des zahntechnischen Labors. Wir möchten Ihnen eine möglichst exakt passende und präzise Arbeit einsetzen. Dieser Qualitätsanspruch geht über die Vorgaben der gesetzlichen Krankenkassen hinaus ("ausreichende, zweckmäßige, wirtschaftliche Versorgung") und bedingt einen deutlichen Mehraufwand.

    Präzisionsartikulator

    Wir geben uns nicht mit Mittelmaß zufrieden!


    Wie können wir diese Qualität erreichen?
  • Exakte Präparation (Beschleifen) der Zähne; teilweise sogar mit Lupenbrille
  • Aufwändige Vorbereitung des Abdrucks mit Retraktionsfäden
  • Hochwertiges, präzise abzeichnendes Abdruckmaterial
  • Sorgfältige, selbstkritische Überprüfung des Abdruckes
  • Ausarbeitung und Kontrolle des Gipsmodells durch uns Zahnärzte unter dem Stereomikroskop (10- bis 20fache Vergrößerung); Anzeichnen der Präparationsgrenze unter dem Mikroskop, damit der Zahntechniker genau weiß, wo der Rand der Restauration liegen muss
  • Verwendung hochwertiger und verträglicher Materialien
  • Zusammenarbeit mit einem deutschen, zahntechnischen Meisterlabor, mit dem wir jahrelange positive Erfahrung haben
  • Anfertigung und Ausarbeitung der zahntechnischen Restauration (Krone, Inlay) unter dem Stereomikroskop von besonders erfahrenen Zahntechnikern
  • Ständige Kontrollen der zahntechnischen Arbeiten durch uns Zahnärzte unter dem Mikroskop
  • Kritische und genaue Überprüfung der zahntechnischen Arbeit im Mund
  • Berücksichtigung funktioneller Gesichtspunkte bei der Gestaltung von Zahnersatz - besonders wichtig bei Front- und Eckzahnrestaurationen
  • Anfertigung der zahntechnischen Arbeit in einem Artikulator ("Kausimulator"), der nach Ihren individuellen Werten eingestellt wird, sofern dies notwendig ist


  • Alle diese qualitätsverbessernden Maßnahmen dienen dazu, eine möglichst dauerhafte Versorgung zu erreichen.

    Leider können wir dies alles nicht zum Nulltarif anbieten.
    Wie Sie sich vorstellen können, ist großes Engagement, hohe Konzentration und ständige Fortbildung erforderlich, um qualitativ hochwertige Versorgungen erreichen zu können. Zu den von den gesetzlichen Krankenkassen diktierten Honoraren ist nur eine mittelmäßige Versorgung möglich, so dass wir die Mehrkosten für die höherwertige Behandlung Ihnen, unserem Patienten, berechnen müssen.


    KERAMIKVERBLENDUNGEN

    Die Krankenkassen geben einen Zuschuss für die Verblendung (zahnfarbener Überzug über eine Krone), allerdings nur bei den vorderen Zähnen und dort nur auf der Außenseite der Krone. Eine Metallvollverblendung (bei der der Zahn auch auf der Kaufläche und teilweise innen weiß gestaltet ist), oder eine Verblendkrone im hinteren Seitenzahnbereich ist keine Kassenversorgung; die Mehrkosten sind vom Patienten zu tragen.

    Teilverblendung
    Teilverblendung
    Vollverblendung
    Vollverblendung


    ZUSÄTZLICHE TELESKOPKRONEN

    Als Alternative zur herkömmlichen Versorgung mit einer Klammerprothese bietet sich in vielen Fällen eine Prothese mit Teleskopkronen an. Hierbei bezuschussen die Krankenkassen nur zwei Teleskopkronen auf den Eckzähnen je Kiefer. Zur Erzielung eines besseren Prothesenhaltes sind jedoch im Regelfall vier oder mehr Teleskopkronen empfehlenswert.

    Teleskopkrone

    STEREOMIKROSKOP

    Der Randbereich ist eine Zone, auf die es besonders ankommt bei der Anfertigung von Kronen und Restaurationen mit Gold- oder Keramikfüllungen, da sich hier der einzige Ansatzpunkt für die Entstehung einer neuen Karies befindet. Die Kontrolle des mit Hilfe der Abformung gewonnenen Modellstumpfes, seine Ausarbeitung, das Anzeichnen der exakt definierten Präparationsgrenze und das Anfertigen der zahntechnischen Arbeit unter einem Stereomikroskop (Vergrößerung 10fach bis 20fach) bringt entscheidende Vorteile für die optimale Randabdichtung.

    Stereomikroskop


    INDIVIDUELLE FARBAUSWAHL UND -GESTALTUNG

    Die Farbauswahl für Verblendkronen wird üblicherweise mit Hilfe von konfektionierten Farbmustern vorgenommen und reicht im Regelfall aus. Bei der Anfertigung von Einzelkronen jedoch, wo es auf eine exakte Farbangleichung an die Nachbarzähe ankommt, führt dieses Routineverfahren häufiger zu einem unbefriedigenden Ergebnis. Hier besteht die Möglichkeit, die Farbe vom Zahntechniker bestimmen zu lassen und durch eine individuelle Farbgestaltung der Keramikverblendung eine ästhetisch optimale Farbanpassung zu erreichen.

    Farbskala

    KERAMIKSCHULTER

    Bei Verblendkronen wird gelegentlich nach längerer Tragedauer durch ein geringfügiges Zurückweichen des Zahnfleisches der Kronenrandbereich dunkel schimmernd sichtbar. Dies ist besonders im Frontzahnbereich manchmal störend. Durch eine besondere Gestaltung der Verblendkrone, bei der der sichtbare Kronenrandbereich nur aus Keramik besteht (Keramik- schulter) kann dies weitgehend vermieden werden.

    Keramikschulter

    GESICHTSBOGEN UND FUNKTIONSANALYSE

    Zahnersatz wird mit Hilfe eines Geräts, das die Kaubewegungen simuliert und Artikulator genannt wird, angefertigt. Die Krankenkassen und Beihilfestellen bezuschussen eine Zahnersatzherstellung, die sich an Mittelwerten orientiert. Wie Sie sich vorstellen können, weichen die individuellen Verhältnisse bei Patienten oftmals entscheidend von diesen Mittelwerten ab, so dass eine exakte Rekonstruktion durch Zahnersatz mit dem herkömmlichen Verfahren unmöglich ist. Mit einem Über- tragungsbogen kann die Lage des Oberkiefers beim Patienten in den Artikulator übertragen werden. Durch Ermittlung der bei jedem Patienten unterschiedlichen Bewegungsbahnen des Unterkiefers wird der Artikulator individuell eingestellt. Mit diesem Verfahren kann die Anfertigung des Zahnersatzes unter Bedingungen erfolgen, die den Verhältnissen beim Patienten nahezu gleichkommen.

    Gesichtsbogen



    Ästhetik

    Es ist schon immer unser Bestreben gewesen, nicht nur ein funktionell einwandfreies Behandlungsergebnis, sondern auch ein optisch ansprechendes Behandlungsergebnis zu erzielen.

    In den letzten Jahren haben sich die Ansprüche unserer Patienten gewandelt, so dass immer mehr der ästhetische Aspekt einer Behandlung im Vordergrund steht. So werden z.B. weißere Zähne gewünscht oder Zahnfehlstellungen (z.B. Zahnlücken) auch im Erwachsenenalter durch Zahnumformungen korrigiert.
    Diesem Patientenwunsch können wir durch neue Techniken, die wir in intensiven Fortbildungen erlernt haben, nachkommen.
    Dass diese sogenannte "Ästhetische Zahnheilkunde" eine reine Privatbehandlung ist, die oftmals auch von privaten Krankenversicherungen nicht bezahlt wird, braucht eigentlich nicht erwähnt zu werden.

    Uns ist es ein Anliegen, Ihre Zähne nicht nur gesund, sondern auch schön zu erhalten. Neben der Beseitigung von Verfärbungen kann das Aussehen von Zähnen auf vielfältige Weise verbessert werden, z.B. durch Bleichen oder Formveränderung.


    BESEITIGUNG VON VERFÄRBUNGEN mit dem Pulverstrahlgerät

    Bei vielen Patienten können Zahnverfärbungen festgestellt werden. Durch Farbstoffe in Tee, Kaffee, Zigaretten bekommen die Zähne einen kosmetisch störenden dunkelbraunen Belag. Die Entfernung dieser Verfärbungen wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen; sie ist medizinisch nicht notwendig und somit eine "Verlangensleistung", die oftmals auch von privaten Krankenversicherungen nicht bezahlt wird.

    Die Verfärbungen werden von unseren Prophylaxehelferinnen besonders schonend mit einer Reinigungsbürste und Prophylaxepaste oder bei stärkeren, hartnäckigen Verfärbungen mit einem Pulverstrahlgerät (Clean-Jet) entfernt. Ein Luft-Wasser-Pulver-Gemisch befreit dabei die Zähne von den unschönen Verfärbungen selbst in den engsten Zahnzwischenräumen. Bei überempfindlichen Zähnen kann in seltenen Fällen eine Betäubung erforderlich sein.

    Anwendung bei Verfärbungen durch :

  • Nikotin
  • Kaffee
  • Schwarzer / Grüner Tee, Kräutertee
  • Medikamente

  • Vor der Behandlung

    Nach der Behandlung

    BLEICHEN VON EINZELNEN ZÄHNEN

    Wurzelbehandelte ("tote") Zähne sehen oft unschön aus, da sie sich stark dunkel ver- färben - vor allem, wenn es sich um Front- zähne handelt, die beim Lachen sichtbar sind. Beim internen Bleichen wird der Zahn von innen mit einem speziellen Wirkstoff behandelt, der eine deutliche Aufhellung des Zahnes bewirkt. Die Behandlung ist völlig schmerzlos. Der Erfolg des Bleichens bleibt mehrere Jahre erhalten.

    Wurzelbehandelter Zahn vor
    dem Bleichen
    Nach dem Bleichen



    BLEICHEN DES GESAMTEN GEBISSES

    Mit zunehmendem Alter bekommen die Zähne eine zunehmend intensivere Färbung, sie werden gelber, grauer oder brauner. Jugendliche Zähne dagegen sind hell und strahlend.
    Durch das externe Bleichen aller Zähne kann man die Zeit zurückdrehen und den Zähnen zu einem jugendlichen, strahlenden Aussehen verhelfen.

    Mit Hilfe zweier Abdrücke des Gebisses werden Gipsmodelle hergestellt, auf denen der Zahntechniker Medikamententrägerschienen aus einem weichbleibenden Kunststoff anfertigt. Ein spezielles Bleichgel wird in die Schiene eingefüllt, die Schiene über die Zähne gestülpt und mehrere Stunden (oder auch die ganze Nacht) getragen. Nach einigen Tagen ist bereits eine Aufhellung der Zähne festzustellen. Meist ist das Bleichen nach etwa 2-3 Wochen abgeschlossen und kann mit der Schiene jederzeit wiederholt werden.

    Zahnreihe vor dem Bleichen; linker
    mittlerer Schneidezahn verfärbt nach
    Wurzelbehandlung.
    Zustand nach internem (linker
    mittlerer Schneidezahn) und
    externen Bleichen (alle Zähne).



    ZAHNUMFORMUNGEN MIT KUNSTSTOFF-ADHÄSIVTECHNIK

    Manche Zähne weisen eine unschöne Form auf, sind zu klein geraten oder stehen gedreht im Zahnbogen. Mit zahnfarbenem Kunststoff, der auf dem Zahn adhäsiv befestigt (festgeklebt) wird, können diese Zähne umgeformt und harmonisch in den Zahnbogen integriert werden. Die Farbe des Kunststoffes kann naturgetreu an die vorhandene Zahnfarbe angepasst werden. Allerdings kann es nach einigen Jahren zur Verfärbung des Kunststoffes kommen, so dass eine Neuversorgung der behandelten Zähne erforderlich wird.

    Da es sich bei der Zahnumformung um eine Verbesserung der Ästhetik handelt, werden sich weder gesetzliche noch private Krankenversicherungen an den Kosten hierfür beteiligen.

    Vor der Behandlung
    Nach der Behandlung



    ZAHNUMFORMUNGEN MIT KERAMIK-VERBLENDSCHALEN (VENEERS)

    Dauerhafte Zahnformveränderungen lassen sich ausgezeichnet mit Veneers, das sind dünne Verblendschalen aus Keramik, vornehmen.
    Dazu werden die betreffenden Zähne (meistens Frontzähne, die gedreht stehen) leicht beschliffen und ein Abdruck genommen. Auf dem Gipsmodell fertigt der Zahntechniker eine hauchdünne und farblich genau passende Keramikschale für den Zahn an. Dieses Veneer wird mit Kunststoff - ähnlich wie bei Keramikinlays - auf dem beschliffenen Zahn festgeklebt. Damit hat der Zahn eine dauerhafte neue, ästhetisch ansprechendere Form.

    Da es sich bei dieser anspruchsvollen Behandlung um eine Verbesserung der Ästhetik handelt, werden sich weder gesetzliche noch private Kostenträger an den Kosten beteiligen.

    Ausgangssituation
    Nach dem Einsetzen der Veneers



    ZAHNSCHMUCK

    Zahnschmuck, der auf einen Frontzahn aufgeklebt wird, gibt es in vielen Formen. Er lässt sich wieder problemlos entfernen.


    Amalgam-Alternativen

    Die Amalgamfüllung (rechts) kann unter Berücksichtigung des Kosten-/Nutzen-Verhältnisses als besonders günstig beurteilt werden; die Kosten werden in voller Höhe von den Krankenkassen übernommen und über den Krankenschein abgerechnet. Als kostengünstige Alternativfüllung kommt nur die Glasionomerzement- oder Compomer-Füllung in Frage, die jedoch eine weitaus geringere Haltbarkeit aufweist. Da die Krankenkassen den Zahnärzten eine zweijährige Gewährleistung abverlangen, ist der Einsatz dieses Materials oftmals zu riskant.

    Amalgamfüllungen

    Kunststofffüllungen (= Kompositfüllungen) werden von den gesetzlichen Krankenkassen nur bei durch einen Hautarzt nachgewiesener Allergie gegen Amalgam und bei schweren Nierenerkrankungen bezahlt.
    Bei allen anderen, dem Amalgam gleichwertigen Alternativfüllungen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten nur in der Höhe der Kosten einer Amalgamfüllung, so dass die Mehrkosten vom Patienten zu tragen sind.


    GLASIONOMERZEMENT- ODER COMPOMER-FÜLLUNGEN

    Die Glasionomerzement-Füllung ist eine kostengünstige Amalgam-Alternative, deren Festigkeit und Haltbar- keit jedoch weitaus geringer ist als die einer Amalgamfüllung. Da bei größeren Füllungen die von den Krankenkassen geforderte zweijährige Gewährleistung nicht gegeben werden kann, ist die Abrechnung über den Krankenschein problematisch und muss daher in diesen Fällen privat erfolgen.


    KUNSTSTOFFFÜLLUNGEN

    Unter gewissen Voraussetzungen (kleine bis mittelgroße Defekte) ist ein Austausch von Amalgamfüllungen durch Kunststofffüllungen möglich. Um die ungünstigen Materialeigen- schaften des Kunststoffes auszugleichen, ist eine besonders aufwendige Füllungstechnik (Adhäsivtechnik) erforderlich. Der Zeitaufwand für das Legen einer Kunststofffüllung beträgt das Dreifache von dem einer Amalgamfüllung. Wegen der geringeren Abrieb- festigkeit ist ein Austausch von größeren Amalgamfüllungen mit dieser Technik wissen- schaftlich nicht vertretbar.

    Kunststofffüllung


    GOLDGUSSFÜLLUNGEN (INLAYS)

    Die Goldgussfüllung ist die am längsten erprobte und bewährte Amalgam- alternative. Statt des Amalgams wird ein vom Zahntechniker angefertigtes exakt passendes Gold-Ersatzstück als Füllung in dem Zahn befestigt. Der Anwendungsbereich der Goldfüllung ist größer als bei der Kunststofffüllung; bei dünnen Zahnwänden ist wegen der Bruchgefahr des Zahnes jedoch nur eine Überkronung des Zahnes möglich.

    Goldinlay

    KERAMIKFÜLLUNGEN (INLAYS)

    Als ästhetisch besonders befriedigendes alternatives Füllungsmaterial sind Keramikinlays zu erwähnen. Sie können jedoch nur unter gewissen Voraussetzungen zur Anwendung kommen. Auch hierbei wird ein vom Zahntechniker angefertigtes Ersatzstück (aus Keramik) in den Zahn eingeklebt. Da diese Technik sowohl von zahnärztlicher als auch zahntechnischer Seite besonders aufwendig ist, liegen die Kosten für Keramikinlays deutlich über denen von Goldfüllungen.

    Keramikinlay Keramikinlay im Mund
    Keramikinlay vor dem Einsetzen
    Keramikinlay im Mund


    KRONEN

    Für Zähne, bei denen keine der oben angeführten Amalgamalternativen zum Einsatz kommen kann (bei besonders großen Defekten mit dünnen Zahnwänden) ist nur eine Versorgung mit Teilkronen, Vollkronen oder Verblendkronen möglich. Sofern die Überkronung den Bestimmungen der Krankenkassen entspricht, erhalten Sie einen Zuschuss in Höhe von 50-65% der Gesamtkosten. Eine Versorgung, die aufwendiger ist, als es die Krankenkasse vorsieht, können Sie wählen, sofern Sie bereit sind, die Mehrkosten zu übernehmen.

    Vollguss-Goldkrone